Donnerstag 26. April 2018
24. Mitgliederversammlung des GMVD in Frankfurt - Gegenwind in der deutschen Golflandschaft

GMVD-Geschäftsführer Andreas Dorsch (rechts) mit dem Vorstand des GMVD: Uwe Neumann, Korbinian Kofler, Sabina Gräf und Markus Erdmann (v.l.n.r., ohne Sanja Bradley)

Korbinian Kofler (Geschäftsführer Wittelsbacher Ausgleichsfonds Golfplatz GmbH & Co. KG) führte als Präsident durch die 24. Mitgliederversammlung des GMVD

Mit 75 Teilnehmern war die 24. Mitgliederversammlung des GMVD so gut besucht wie noch nie

Baierbrunn, 26. April 2018: Am 20. April 2018 fand die jährliche Mitglieder-versammlung des Golf Management Verbandes Deutschland (GMVD) im Marriott Hotel in Frankfurt statt. Diese war mit 75 Teilnehmern so gut besucht wie noch nie. Präsident Korbinian Kofler, CCM 1 (2015), äußerte sich in seiner Rede zur aktuellen Situation und Zukunft des deutschen Golfs. Im Hinblick auf das bevorstehende Verbandstags-Wochenende des Deutschen Golf Verbandes (DGV) fand er dabei auch deutlich kritische Worte.


„Der Antrag des DGV-Präsidiums zur Beitragserhöhung hat mehr Wind in unseren Markt gebracht“, sagte Kofler. Während er über die Arbeit in den sechs Regionalkreisen des GMVD und die drei Säulen des Verbandes – Fortbildung (unter anderem Golfkongress im November), CCM-Graduierungssystem und Serviceleistungen (zum Beispiel Jahresthema, Umfragen) – einging, äußerte er auch seine Gedanken zum DGV. So solle sich jeder deutsche Golffachverband auf seine Kernkompetenzen zum Wohle der jeweiligen Mitglieder und auf seine satzungsmäßigen Ziele konzentrieren. Es gehe um Grundsätze und nicht nur um vier Euro, meinte der GMVD-Präsident. Er wünscht sich von Seiten des DGV mehr Kommunikation und Information sowie eine effektivere Organisationsstruktur. Der wertvolle Zusammenschluss aller fünf Golf-Fachverbände unter dem Schirm „Wir bewegen Golf!“ sei dazu da, um gemeinsam eine klare Verteilung der Schwerpunkte und Aufgabe zu erarbeiten und umzusetzen.


Wichtig aus Sicht des GMVD ist das Thema Ausbildung, dessen Verbesserung und Vereinheitlichung besonders im Hinblick auf den Fach- und Führungskräftemangel dringend notwendig ist. „Viele gute Leute verlassen uns“, so Kofler. Gründe für den Ausstieg aus der Golfbranche seien geringes Gehalt, hohes zeitliches Engagement und mangelnde Entscheidungsfähigkeit. Aufgabe des GMVD sei es, das CCM-Graduierungssystem künftig auch bei den Arbeitgebern bekannt zu machen, um im Falle einer Graduierung mehr Gehalt zu erhalten. Zwar ist dies laut Kofler noch nicht zwingend der Fall, dennoch ist eine Teilnahme zu jetzigen Zeitpunkt empfehlenswert: „Das System ist der perfekte Spiegel Ihres Wissens, Ihrer Fähigkeiten, Ihrer Leistungen, aber auch Ihrer Lücken“, warb Kofler.


Nach diesen deutlichen Worten folgten die Berichte des Vizepräsidenten Markus Erdmann, CCM 1 (2017), und des Geschäftsführers Andreas Dorsch. Anschließend sprachen Schatzmeister Uwe Neumann, CCM 2 (2016), sowie Wirtschafts- und Kassenprüfer Rolf Weinbrenner. Die Entlastung der Kassenprüfer, des Vorstandes und der Geschäftsführung erfolgten ohne Gegenstimmen. Ebenso wurde das Budget 2018 einstimmig verabschiedet.


Pressekontakt:
Dr. Johanna Damm
jd (at) mp-pr.de


Fotos: Martin Joppen